Projekt »Kaffeesatz zu Kunststoff«

Comeback des Reststoffs Kaffeesatz

Das Projekt wird die bisher nur als Brennstoff eingesetzte Ressource Kaffeesatz als Rohstoff für die stoffliche Nutzung erschließen – z. B. für den Bau von Kaffeemaschinen-Gehäusen. Der ökologische Fußabdruck dieser Materialien wäre deutlich niedriger ist der fossiler Kunststoffe und Biokunststoffe.

Ausgangslage

Derzeit liegt der Anteil bio-basierter Alternativen unter einem Prozent der gesamten Kunststoffproduktion. Diese Alternativstoffe werden bisher überwiegend auf der Basis von landwirtschaftlichen Rohstoffen wie Maisstärke und Zucker gewonnen. Die ökologischen Belastungen durch die Agrarproduktion in Verbindung mit den Aufwendungen zur Herstellung der Polymere aus den biogenen Ressourcen, führen in vielen Fällen nur zu geringfügigen Verbesserungen in den Ökobilanzen.

Forschungsleistung

Im Rahmen des Forschungsvorhabens sollen hochwertige technische Kunststoffe aus Kaffeesatz entwickelt werden. Für die Herstellung der Kunststoffe sollen weder fossile Ressourcen noch zusätzliche landwirtschaftliche Flächen eingesetzt werden. Der Wertstoff Kaffeesatz soll vollumfänglich genutzt werden.

Vision

Ziel des Projekts ist die Nutzung von Kaffeesatz zur Herstellung von Kunststoffmaterialien für Kaffeemaschinen. In der erweiterten Sicht auf den notwendigen Wechsel zur zirkulären nachhaltigen Wirtschaft kann das Projekt anhand eines wichtigen und nachahmenswerten Beispiels demonstrieren, dass sich Reststoffe der industriellen Nutzung nachwachsender Rohstoffe zu wertvollen Rohstoffen konvertieren lassen.

Investition

Für das Gesamtprojekt werden 450 000 € Personalmittel benötigt. Dabei sind Sachmittel für Rohmaterialien, Laborverbrauchsmaterial und Reisen bereits inbegriffen.

Spendenempfehlung

Zur Erreichung des ersten Meilensteins, nämlich der Präsentation von Labormustern helfen 80 000 €.

Projektlaufzeit

2 Jahre